MU13RLZ – Hauptsache Sieg

Ein Schönheitspreis konnte in Schaffhausen nicht erwartet werden. Es zählte am Ende allein der 48:40 (23:24) Sieg.

Im Vorfeld war bewusst, dass bei den Kadetten die spielbestimmenden Figuren mit der Rückraummitte und Kreismitte fehlten, wie die Nr. 2 am Kreis. Bei uns musste leider Mino nach dem Warm-Up Forfait geben. Der Start in die Partei war nervös, so dass Schaffhausen direkt mit 2:0 in Führung ging und diese Führung ausbaute. Die Verunsicherung nach der Hinrunde war jederzeit spürbar. Das Team zeigte jedoch eine bomben Moral und lief immer weiter an, im Willen sich belohnen zu wollen. Ab der 20. Minute schien das Spiel zu kippen, aber genau diese Verunsicherung hinten/vorne verhinderte dies immer wieder. Folgerichtig konnte sich Schaffhausen noch knapp in die Pause retten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten die Kadetten direkt eine Manndeckung gegen Benjamin Dudli, und zwar eine auf die Füsse stehende Manndeckung – quasi einen mitlaufenden Kettenhund, wie man es aus dem Regiobereich kennt. Dies verunsichert uns kurz, doch freuten sich alle über die endlich offensivere Deckung der Kadetten. Die Räume wurden schön genutzt und von da an, ein Vorsprung erspielt sowie konsequent ausgebaut. Taktisch warf der Trainer der Kadetten alles in die Waagschale und stellte u.a. einen 2er an den Kreis, um den Vorteil im 1:1 auszunutzen. Darum gebeten spielten wir nun auch für eine kurze Zeit eine Manndeckung gegen den 2er links, aber mit dem Unterschied, dass man sich fallen liess, wenn der 2er bei der 15 m stand. Nicht schön, aber der Sieg war wichtig, um die Köpfe freizubekommen. Man merkte von Sekunde zu Sekunde, dass dieses gewisse Selbstverständnis kam, was die Jungs vor allem nach den deftigen Niederlagen vor Weihnachten nicht kannten. Diese beiden deftigen Niederlagen taten nicht mehr weh. Irgendwie gleicht sich doch alles aus, denn mussten wir die beiden Spiel vor den Ferien auch mit einem noch mehr gerupften Kader spielen als die Kadetten heute. Ab der 45. Minute war das Spiel gelesen und wurde sicher nach Hause gebracht.

Mit dem Sieg ist der Barrageplatz nochmals gefestigter und man sieht in weiter Ferne wieder das Mittelfeld. Für einen Anschluss an dieses braucht es aber den Sieg in Winterthur nächste Woche. Somit heisst es: Mund abputzen, Demut, aber mit dem Siegesgefühl im Rücken Selbstbewusst nach Winterthur.  Denn genau dieses Selbstbewusstsein braucht vor allem unsere offensive und individuelle Abwehr. Genau dafür spielt man Handball, somit…

…All-In,

Thomas & Björn