Eine unangenehme „Derby-Heimpleite“ in Flawil!

Wenn das unbedingte WOLLEN fehlt…!

Forti Gossau Futuro   :   HC Flawil                        26  :  29 (12 : 17)

Infolge einer Hallenproblematik musste das geplante Heimspiel des Derbys gegen den HC Flawil abgegeben werden. Weil nur in einer Einfachrunde bis Dezember gespielt wird, war somit auch kein Abtausch möglich. Ob der Verlust des Heimrechts sich derart niederschlagen würde, dass die Forti-Jungs alles andere als hellwach in die Partie stiegen, bleibt eine der vielen Fragen…

Die Flawiler waren viel agiler und mit mehr Zug aufs Tor gestartet. Einfache 1 gegen 1-Niederlagen und nicht unhaltbare Würfe brachten die „Weiss-Schwarzen“ resultatmässig schon früh unter Druck. Und vorne ging schon bei der ersten Ballstafette das „Corpus delicti“ verloren!

In der Vorbesprechung wurde explizit erwähnt, dass der Torwart genau beobachtet werden soll und dementsprechende Würfe anzubringen sind. Ergo versuchte man es lieber mal tief beim eher kleinen Goali… 

Solche Fehlentscheidungen plus die Treffer ans Gehäuse sollten dafür Sorgen, dass die Gossauer den Flawilern immer um einige Längen zurücklagen.

Zudem verletzte sich Janis Pfister am Knie unglücklich und verschärfte das Deckungsdispositiv-Problem gegen die beiden grossen Flawiler. Das „Hallo bitte aufwachen!“-Timeout fruchtete nur bedingt. Immerhin kam der eingewechselte U13-Torhüter Naum Schurter nach seiner Einwechslung gleich zu ein paar tollen Paraden!

Der 17:12- Pausenstand zeigt deutlich auf, wer wem um die Ohren gelaufen ist…

Zum Glück gibt es ja noch 30 Minuten, im Fussball würde man von einem „Grottenkick“ sprechen, um Wiedergutmachung zu betreiben.

Die Deckung machte es im 3:3-System und einem guten Naum etwas besser, doch gelang es kaum die geforderten „Schnelle Füsse“ auszupacken. Im Angriff waren es gefühlt 10 Pfosten- oder Lattentreffer, die ein Aufholen verunmöglichten.

Irgendwann waren die Futuros dann beim „Minus-Stängeli“ angelangt! Dies veranlasste den gegnerischen Coach einige Wechsel zu vollziehen. Mit einer noch offensiveren Verteidigung, quasi einer Flucht nach vorne, konnten die Einheimischen nun unter Druck gesetzt werden und produzierten ihrerseits einige Patzer.

Etienne Kobler, Joel Locher und vor allem Leo Baumgartner konnten dies ausnutzen und führten das Forti-Team bis auf Minus 4 heran. Es verblieben noch einige Minuten, um dem Resultat doch noch eine andere Richtung zu geben.

Wie der Endstand mit 26:29 beweist, war der ungenügende Auftritt, vor allem in Halbzeit 1, jedoch eine zu grosse Hypothek.

Es muss den Flawilern attestiert werden, dass sie die 2 Punkte schlussendlich verdientermassen als Auswärtssieg verbuchen können und viel „chäfriger“ und mit mehr Wollen den Sieg angestrebt haben.

Einziger positiver Aspekt aus Gossauer Sicht, waren die 26 erzielten Tore, die fürs Goalsponsoring im budgetierten Rahmen geblieben sind. Eine etwas bittere Derbyniederlage ist es jedoch allemal. Auch solche Erfahrungen gehören mit auf den Weg eines Junghandballers!

Das Futuro-Team pausiert nun bis zum Jahreswechsel und wird in der gleichen Stärkeklasse den 2.Saisonteil im 2019 in Angriff nehmen.

HOPP FORTI!!!

Zu wenig für einen Sieg getan haben:

Jeremias Eilinger, Naum Schurter;, Leo Baumgartner, Lukas Bertolaso, Gian Bosshard, Silvan Bücheli, Marvin und Maurice Grosse, Etienne Kobler, Joel Locher, Laurin Müller, Nicola Peyer und Janis Pfister

Gianni Keller