Herren 2 (1. Liga) - Entwicklungsphase abgeschlossen?

Spezieller Modus als Weihnachtsgeschenk

Die zweite Herrenmannschaft vom TSV Fortitudo Gossau nutzte in der Hinrunde den zugegebenermassen etwas speziellen Modus zur Entwicklung. Aufgrund des Modus geht es in der Hinrunde sportlich gesehen lediglich darum, die Aufstiegsrunde in die NLB zu erreichen. Einer der zwei begehrten Qualifikationsplätze anzupeilen, wäre für die Gossauer die falsche Philosophie. Denn die erste Herrenmannschaft spielt in der NLB. So wurde die sportlich wenig entscheidende Ausgangslage genutzt, das Team zu entwickeln und vor allem auch junge Spieler aus dem eigenen Elitenachwuchsstall neben erfahrenen Cracks wie Mächler, Misteli und Co. auf das doch hohe 1. Liganiveau zu bringen. So spielten insgesamt 16 Jungs mit Jahrgang 2000 und jünger in der Hinrunde in der 1. Liga. Der jüngste Teilnehmer war Noah Küffer mit seinen blutjungen 15 Jahren. Während die Forti-Männer zwar die Spiele gegen die Seen Tigers als Favorit diskussionslos gewonnen haben, musste man sich in fast allen 50/50-Spielen geschlagen geben. Zwar konnte auch eine Partie gegen die Pfader Neuhausen und zwei deutliche Siege gegen die Red Dragons Uster gefeiert werden, doch insgesamt, so ehrlich muss man sein, erhoffte sich das Team trotz Entwicklungsorientierung ein paar Punkte mehr. Gegen die Topteams SC Frauenfeld, SV Fides, TV Appenzell und HC Arbon konnte die Forti-Equipe zwar jedes Mal mithalten und teils auch spielbestimmend auftreten, doch in der entscheidenden Phase fehlte stets der kühle Kopf, eine fruchtbare Idee oder auch mal das Quäntchen Glück, um ein Spiel gegen solch gute Gegner zu gewinnen.

Im Schweizer Cup durfte man sich mit GC Amicitia ZH gegen den zweiplatzierten aus der NLA im fernen Siggenthal versuchen. Wobei "versuchen" das richtige Verb ist. Die Zürcher traten mit ihrer Startaufstellung an. Die Gossauer mussten sich nichts vorwerfen lassen, doch gegen diese Spitzenmannschaft war die Hürde dann doch zu hoch.

 

Die goldene Ananas in einer spannenden Gruppe

Was diese Entwicklungsphase wert war, wird sich bald in der Rückrunde zeigen. Es wird resultatmässig wieder bei null gestartet. Nun will das Team und der Staff die Spiele so angehen, dass jedesmal die zwei Punkte resultieren sollen. Es wird keine Ausreden mehr geben. Die "goldene Ananas" soll her. Der Trainerstaff, welcher sich aufgrund des beruflichen Weggangs von Mirko Milosevic nach Serbien verändern wird, kann ab Februar auch wieder auf alle Spieler zurückgreifen. Der im Herbst operierte Gabriel Würth, wird für die junge Mannschaft mit seiner Ruhe und Erfahrung sicherlich einen Mehrwert generieren. Die goldene Ananas wird in einer 6er-Gruppe mit zehn Spielen auserkoren. Die Zuteilung beschert den Gossauern einige vielversprechende Affichen. So steht in der Rückrunde wieder zweimal das Derby gegen die Handballriege aus dem Innerrhoden an. Weiter stehen mit den zweiten Teams der NLB-Vereine Handball Stäfa und SG Wädenswil/Horgen zwei vergleichbare Teams gegenüber. Die Red Dragons Uster liegen den Fürstenländern trotz körperlicher Überlegenheit. Last but not least sollen gegen Handball Kloten vier Punkt geholt werden. Aufgrund der Pandemiebestimmungen beginnt die Rückrunde erst am 5. Februar mit einem Heimspiel gegen die SG Wädenswil/Horgen. Bis dahin wird nach dem Weihnachtsfest noch fleissig trainiert und ein gemeinsames Skiweekend durchgeführt.

 

Fotos TV Appenzell

Fotos Pfader Neuhausen

Fotos Red Dragons Uster

Fotos Seen Tigers

Fotos HC Arbon