Im Winterschlaf ins Spiel gestartet!

 

Ein verunglückter Auftakt mit Folgen!

 

Kadetten Schaffhausen   :   TSV Fortitudo Gossau                       39   :   32  (19:12) 

 

Beim Einlaufen in der BBC-Arena in Schweizersbild deutete eigentlich nichts darauf hin, dass ein klassischer Fehlstart für den Fortitudo Gossau angesagt war!

Nach 1 Minute und 43 Sekunden kreisten die Gedanken des Trainers bereits um ein Timeout! Das wäre wohl Rekord gewesen, denn ein 0:3 in dieser kurzen Zeitspanne war natürlich ganz entgegen dem, was in der Garderobe besprochen wurde!

Halbherzige ungenaue Ballabgaben (denn Würfe konnte man dies nicht nennen!) und keine Beine in der Deckung führten zu diesem Startfiasko. Kein Timeout! Der Entscheid war schwierig, doch sollten die „Weiss-Schwarzen“ sich selber wieder ins Spiel zurückkämpfen!

Nach 11 Minuten stand es 11:1! Etienne Koblers 2.Gossauer Tor und die Paraden vom eingewechselten Noah Küffer sorgten dann dafür, dass die Aufholjagd beginnen konnte und das „Streichelzoo-Verhalten“ in der Deckung langsam ein Ende fand!

Dies allerdings auch erst, als der toll aufspielende Lou Spirgi bei den Orangen vom Feld ging! Insbesondere Jan Brülisauer spielte wieder einmal konzentriert und konsequent am Kreis und half, nebst Jerome Rutz, tatkräftig mit, dass die Kadetten-Felle nicht ganz ausser Reichweite davonschwammen. 7 Tore Rückstand bei Spielhälfte sind nicht unrealistisch, in der verbleibenden Spielzeit noch wettmachen zu können.

Leider klappte dieses Vorgehen nicht, weil sich die „Weiss-Schwarzen“ zwar kämpferisch zeigten, doch viel zu viele technische Fehler und unnötige Strafen leisteten! 2 „2Minuten“ in der Zone des Gegners und ein Verhältnis von 6:2 in dieser Beziehung für die Gossauer zeugen davon…

In der 45. Minute waren es dann 11 Tore (30:19), die die Einheimischen vorgelegt hatten. Hierbei war leider wieder der Shooter herausragend. Nun kam auch Damian Bruggmann als Kreisläufer zu Einsatzzeiten, weil sich Jan Brülisauer leicht an der Hand verletzt hatte und der Spielstand für ihn ein Sammeln von Erfahrungen auf Elite-Stufe durchaus zuliess.

Auch ein 4:2-Deckungssystem wurde versucht, um etwas Sand ins Kadetten-Getriebe zu streuen. Der Kadetten-Coach nahm den Torwart vom Feld und liess 7 gegen 6 agieren. In dieser Situation sicher eine Option. Dass dieses System auch im normalen 6 gegen 6 zur Anwendung kommt, lässt doch Fragen aufkommen, wie dies auf Stufe U15 ausbildungsmässig seinen Platz haben soll…

Diese Randnotiz lässt jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die RLZ-Jungs das Spiel am Anfang aus der Hand gegeben haben, denn mit 20:20 endete die 2.Halbzeit unentschieden! Allerdings 40 Tore in 30 Minuten, ist auch etwas gar speziell! War es doch ein Coachingfehler, das Timeout in der 2.Minute nicht zu nehmen?...

Im Training gab der Trainer vor, die nächsten Spiele mit ein „3/4-Ziel“ anzugehen. Vor dem Jahreswechsel hat dies geklappt. Nun ist nur noch ein „2/4“ im „Angebot“…

 

Am 2.2.19 geht es nach Thun und am 9.2.19 kommt die HSG Nordwest nach Gossau! Ohne „Winterschlaf-Start“ sollte dies durchaus möglich sein!

 

HOPP FORTI!!!

 

Besmir Avdili; Noah Küffer; Leo Baumgartner, Damian Bruggmann, Jan Brülisauer, Etienne Kobler, Joel Locher, Manuel Rajkovic, Silvan Rügge, Jerome Rutz, Gianin Santeler und Marco Streule

Abwesend: Matteo Etter (Hirnerschütterung), Fabrizio Holenstein (krank)

Gianni Keller und Daniel Rutz