MU 13 Futuro: Die Kunst über den eigenen Schatten springen zu können!

 

Mutlos in der Defensive und vorne erst besser, als es Lücken gab!

TV Herisau   :   Forti U13 Futuro                     46 : 16 (20:5)

In der letzten Partie des Jahres 2019 offenbarten sich im 1:5-System die gleichen Symptome wie in der Partie gegen den SV Fides und dies obwohl 3 Wochen Training dazwischen lagen, in denen dieses „Angreifer angreifen“ spielerisch thematisiert worden war.

Die Jungs vom TV Herisau waren parat und überrannten die Gossauer, die sich jedoch in dieser Spielphase noch nicht abschütteln liessen. Dies war jedoch auch dem Heimteam geschuldet, das ebenfalls viele technische Fehler beging wie die „Weiss-Schwarzen“. Das 7:3 nach knapp 15 Minuten unterstrich diese bislang, aus Gossauer Sicht, eher unansehnliche Begegnung im Herisauer Sportzentrum.

Im Timeout wurde angesprochen, wo die fehlende Spielfreude geblieben sei, die im Freitagstraining dem Trainer viel Hoffnung gegeben hatte. Als „Ausrede“ mag auch die sehr defensive 5:1-Deckung der Einheimischen herhalten, die den jungen Fortis keine Lücken eröffnete.

So war es auch nicht verwunderlich, dass es in der 2.Viertelstunde nur zu 2 weiteren mageren Törchen reichte. Allerdings wurden trotz der „Mauer“ noch weitere Chancen herausgespielt, die jedoch zum Teil „unklug behandelt“ wurden.

In der Pause griff der Trainer zu einem „extrinsischen Motivationstrick“, der besagte, dass bei einer Verdoppelung der Torausbeute in der 2.Hälfte, ein „Hot Dog“ zur Belohnung ausgeschrieben werde…

Dass dieser „Hot Dog“ überhaupt ein Thema im Spiel noch werden konnte, lag hauptsächlich daran, dass der gegnerische Trainer, die Deckung öffnete und den Forti-Jungs Räume aufmachte, mit denen die jungen Handballer endlich auch etwas anfangen konnten. Die Chancen wurden zahlreicher, doch die Ausbeute liess weiterhin zu wünschen übrig!

Einzig Kevin Gal setzte die Trainingsleistungen toll um und belohnte sich dementsprechend mit zahlreichen Treffern, die den ausgesetzten „Preis“ in Reichweite brachte.

Auf der Gegenseite hielt Noah Blumer immerhin einige Bälle, doch war das „Angreifer-Angreifen-„Verhalten weiterhin inexistent. Zu hoch war das Tempo von den Jungs aus dem Hauptort von AR!

Weil die Trefferquote im Bereich von einem Drittel lag, kam in den eigenen Reihen doch noch etwas Spannung auf, womit der „Hot Dog“ noch drin lag. Bis zur Spielmitte war das Brot und die Sauce zumindest auf sicher…

Die 33 Gegentore zu diesem Zeitpunktwaren nicht mehr relevant und natürlich die 46 am Schluss schon gar nicht!

In der 58.Minute erzielte Nico Schnetzer den „heiss“ ersehnten 15. Treffer für die Gossauer! Das Publikum wunderte sich, weshalb die Jungs sich dermassen freuten…

Natürlich beglich der Trainer sehr gerne seine Schulden, obwohl er fast bis zum Spielende darauf hoffen durfte, nicht ins Portemonnaie greifen zu müssen, da das Würstchen doch sehr lange auf sich warten liess, um den „Hot Dog“ noch zu dem werden zu lassen, wie es sich für dieses „Angebot der Nahrungsmittelkette“ gehört…

Viel lieber sähe er die Eigenmotivation, Vollgas geben zu wollen und auch zu können, doch offenbar sind die Junghandballer, die zum Teil noch im U11-Alter sind, noch nicht fähig, im Meisterschaftsspiel sich selber zu sein, um die guten Trainingsleistungen im „Match“ umsetzen zu können.

Es wartet nun die Weihnachtspause, um dann im neuen Jahr weiter an der Entwicklung feilen zu können. Das U13 Futuro wird auch in der 2.Saisonhälfte im „S2“ verbleiben. Allenfalls kommen neue Gegner in die Gruppe mit der Hoffnung verbunden, dass in Verlaufe dieser Zeitspanne auch mal eine Partie mit „offenerem“ Ausgang möglich sein wird.

Hierzu müssen sich die Jungs allerdings eine „dickere“ Haut zulegen und müssen lernen, dass es im Handball ohne eine gewisse körperliche Härte nicht geht.

Der Schreibende wünscht allen Familien eine tolle und genussreiche Festtagszeit und freut sich auf ein Wiedersehen im 2020!

HOPP FORTI!!!

Den „Hot Dog“ haben sich doch noch verdient:

Noah Blumer, Maurin Sostizzo; Yanik Adrian, Dominic Ammann, Jason Anhorn, Victor Dulkanovic, Lorin Frei, Kevin Gal, Laurin Gründisch, Pascal Pfister, Jonas Rütsche; Nico Schnetzer

Abwesend: Yanik Adrian und Paolo Torman

Gianni Keller