MU13RLZ – Blaues Auge unter speziellen Vorzeichen

Mit dem reinen Stammkader wollten wir eine Duftmarke gegen ein Topteam setzen, am Ende sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Dies aber unter speziellen Bedingungen, was wiederum die Winner-Mentalität der Jungs zeigt.

Das Vorhaben mit dem kompletten und reinen Stamm eine Duftmarke zu setzen, machte am Freitag schon die Absage von Mael zunichte. Dazu kamen die Abmeldungen am Morgen vom Spiel von Robin und Nico. Somit musste während des Rookies-Trainings spontan noch Spieler gefunden werden, die aushelfen konnten, um Wechselspieler zu haben. Der Spielstart oder Nicht-Spielstart wegen technischer Probleme rundete die unruhige und anders geplante Vorbereitung ab.

Der Start in die Partie war auch ohne die drei schwerwiegenden Absenzen stark. Hinten hatten wir zwar Probleme mit dem Übergang von Horgen/Wädenswil, aber diese lösen wir in Ruhe und weiter offensiver Abwehrausrichtung noch bis Saisonende. Wir führten schnell mit vier bis fünf Toren, spielten dann aber vorne zu unüberlegten sowie schlossen aus erzwungenen und nicht erspielten Situationen ab. Dies baute die Gäste auf, so dass wir mit einem 20:20 in die Pause gingen.

Nach der Pause wollten wir Horgen/Wädenswil mit einem 4:2 ärgern und andere Aufgaben geben. Deren Spielaufbau stockte, wenn auch die erwünschten Pässe zum Flügel nicht kamen. Der Effizienz von Horgen/Wädenswil sank aber auch, da Leon eine starke zweite Halbzeit im Goal spielte. Am Ende hielten wir die Gäste auf 13 Gegentore. Doch war das Spiel vorne grauenhaft zum Ansehen. Statisch, keine Bewegung, unzählige undurchdachte Pässe zum Kreis und zu viele gezwungene Würfe vom linken Flügel. Dennoch blieben wir wegen der individuellen Klasse aller bis zum Ende dran. Zwischenzeitlich stressten wir die Gäste noch mit einem 4+2, um am Ende wieder ins 3:2:1 zu gehen mit angepasstem Wechsel auf dem 2er rechts. Horgen/Wädenswil blieb gestresst und fand nicht mehr ins System der ersten Halbzeit zurück, so dass sie immer wieder im 1:1 gegen die 3:2:1 anliefen, wo wir aber im 1:1 und Helfersituation sehr gut stehen - am Ende überragend standen mit grossartigen Helferfouls und Helferblocks.

Der Hitchcock am Ende belohnte dann die Zuschauer zumindest vom Kampf und Dramatik ein wenig für das vorher statische Spiel auf unserer Seite. Die Abwehr kämpfte die letzten Minuten bis zum Umfallen und so konnten die Gäste am Ende kaum noch einen Angriff erfolgreich abschliessen. Vorne spielten wir nicht viel schöner, aber waren eiskalt. Und es passt zum Spiel, dass Fabian als Youngster aus zwei nicht optimalen Winkeln, die beiden entscheidenden Tore vom rechten Flügel erzielte. Dies aber mit voller Überzeugung. Dazu gab es kurz vor Schluss gegen den sehr starken linken Flügel von Horgen/Wädenswil den Big-Save vom Kücken Raphi (2011er) im Goal. Danach war nur noch grenzloser Jubel über die somit fast sichere Qualifikation zur Finalrunde. Nach so einem Spiel gegen einen starken Gegner zu gewinnen ist Qualität, vor allem mental. Beim Gegner warfen bspw. nur die 2009er Tore und bei uns erzielten 17 Tore die 2010er. Der Mix stimmt somit perfekt. Jetzt arbeiten wir weiter hart, denn der Weg zum Ziel ist noch lang. Aber mit der Mentalität ist fast alles möglich. Letzteres gepaart mit der Toptrainingsleistung vom Mittwoch, wäre der «Wahnsinn» oder das Ziel… Möglicherweise wird am Mittwoch mehr gespielt als Belohnung, aber auch zum Aufarbeiten vom statischen Spiel gegen Horgen/Wädenswil.

Zwei Trainer, die weiter auf den «Wahnsinn» hinarbeiten,

Thomas & Björn