MU13RLZ – Grosser Kampf nicht belohnt

Das Finalissima gegen Horgen/Wädenswil wurde am Ende leider zu deutlich verloren. Somit bleibt es wohl bis zum Saisonende spannend beim Kampf um den Barrageplatz. Mit einem Sieg hätten wir diesen wohl zementiert.

Das Spiel und Emotionen waren ein wahres Spiegelbild des Systems. Ein alter Jahrgang spielt um die Ligeneinteilung für einen jüngeren Jahrgang. Somit war ICH als Heimtrainer leider emotional zu sehr befangen, im Wissen eines erneut überragenden Kaders der kommenden Saison. Die Ausbildung steht zwar klar im Fokus, aber dennoch schmerzt es wiederholt, wenn der Gegner im Zuge eines ebenfalls in Richtung Aufstieg schielenden Auges eine ultradefensive 5:1 stellt mit ausschliesslich Spielern vom alten Jahrgang. Dies, obwohl sogar vom Verband eine offensive Deckung angeordnet wird. Aber gerade deswegen haben die Jungs ein überragendes Spiel abgeliefert und der Trainer gelobt Besserung.   

Was der verstärkte «Futurokader» gegen ein top Team der Schweiz gezeigt hat, war schlicht sensationell. Denn hatten wir vom älteren Jahrgang gerade mal vier Spieler dabei. Aufgefüllt mit Jungspunden wurde somit das Spitzenspiel angegangen. Mit vollem Tank stellten die Jungs eine überragende und sehr offensive 3:2:1. Wir führten gar zweimal klar. Doch dann war immer weniger «Most» im Tank. Die Absenzen wogen so schwer, wie der hohe Dieselpreis aktuell. Horgen/Wädenswil konnte so zur Pause mit 19:18 in Führung gehen.

Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen und wieder mit einer grossartigen Deckung. Horgen/Wädenswil kam, wie in der ersten Halbzeit, fast nur zu Abschlüssen vom rechten Flügel, wo ein Rechtshänder spielte. Doch leider netzte Horgen/Wädenswil aus der schlechtesten Wurfposition über 20mal. Der Dieselpreis wog mit fortdauernder Spielzeit immer schwerer, da das stete Anrennen gegen das defensive Bollwerk richtig «Most» kostet – wohl mehr «Most» als das stete abwehrtechnische «zickeln» hinten. Horgen/Wädenswil konnte somit mit fünf Toren davonziehen. Getreu dem Motto «alles oder nichts», denn Niederlage ist Niederlage egal ob mit drei bis fünf Toren oder neun, wurde ab Minute 45 auf die Manndeckung umgestellt. Horgen/Wädenswil unterliefen hier sehr viele Fehler, doch leider sündigten wir hier vor dem gegnerischen Goal. Die Gäste konnte somit den nicht unverdienten Sieg einfahren und wahren die Chance auf Platz 2, den sie wegen des minim besseren Torverhältnisses wieder innehaben. Jedoch habe sie noch eine Niederlage mehr auf der Habenseite.

Wird die Zeitkapsel bedient, muss die Leistung noch mehr gewürdigt werden. Denn haben wir am 13.11.2021 gegen den gleichen Gegner und voller Stärke noch knapp gewonnen. Jetzt konnte Horgen/Wädenswil gegen ein verstärktes «Futurokader» nur wegen dem hohen Dieselpreis den Sieg verdient einfahren. Daher…

… danke. Danke an das Team, die Eltern, die Supporter,

Thomas & Björn