MU13RLZ – Krampf-Derby-Sieger

Aktuell wenig Leichtigkeit, aber dennoch weiter erfolgreich. So konnte auch das zweite Spiel in Folge gegen einen guten Gegner, bei dem es jeweils um alles ging, am Ende gewonnen werden. Wie die Woche zuvor konnte sich gegen OHA besonders die Abwehr am Ende enorm steigern.  

Derbytime, immer etwas Besonderes. Vor allem für OHA war das Derby die letzte Chance noch den dritten Schlussrang zu erreichen. Bei uns war die Runde schon vorbei, da wir nicht mehr auf den vierten Rang abrutschen konnten. Somit schwierige Vorzeichen: heisser Gegner und möglichweise Lethargie bei uns. Der Lethargie versuchten wir Coaches entgegenzuwirken, doch gelang dies nicht mit den Ansprachen vor dem Spiel. So entwickelte sich ein gutes Spiel, wo bei uns aber in der Abwehr und Angriff einiges fehlte. Hinten waren wir zu lieb und wenig gierig auf den Ball. Die Umstellung auf den 2ern half nicht, so dass dieses Experiment nach 10 Minuten beendet wurde. Vorne wurden sich die Worte vom Trainer zu sehr zu Herzen genommen und der Ball durchlief mehrere Stationen gegenüber den gezwungenen 1:1 Aktionen der Vorwoche. Doch leider ging man gegen OHA nicht in die Tiefe der Vorwoche. Der Pausenstand von 16:16 war gerecht, wobei wir aber auch mit teils unmotivierten Würfen vom Flügeln und Pech beim Kreisbetrieb eine Führung herschenkten. Lichtblick war der motivierte und erfolgreiche Auftritt von Youngster Viktor, der frisch aufspielte und seinen Gegner alt aussehen liess.

Die zweite Halbzeit wurde zu Beginn zum Test einer neuen Abwehrvariante genutzt, wo der Gästecoach aber leider nicht mitspielte und somit die richtige Ansage fand. Dennoch halfen die Minuten, um dieses System ca. zehn Minuten unter Wettkampfbedingungen gespielt zu haben. Denn diese Variante könnte in der Finalrunde gegen Spielzugdiktierte Gegner noch sehr hilfreich sein. Wir lagen somit mit drei Toren im Rückstand. Mit der Umstellung auf die 3:2:1 konnten wir innert fünf Minuten wieder ausgleichen. Danach gaben wir die Führung nicht mehr ab, mussten aber leider noch zu viel zittern, da wir auch mit dem Spielgerät Probleme hatten und hinten weiter zu wenig konsequent waren. In den letzten fünf Minuten haben wir «eigentlich» kein Tor erhalten, was die dort hervorragende 3:2:1 Abwehr untermalt. Hervorragend, aber leider Ergebnisorientiert, denn wurde hier auf Zerstören, statt auf Ballgewinn gearbeitet. Das letzte Tor geht auf die Kappe vom Trainer, der beim Wurf vom linken Flügel OHAs unseren linken Flügel für den Gegenstoss frühzeitig nach vorne beorderte. Der rechte Flügel von OHA konnte somit den Abpraller mit viel Platz noch nutzen.

Nun wird wieder vermehrt am Angriff gearbeitet, der die letzten Wochen nicht trainiert wurde, da wir immer locker über 30 Tore werfen. Die Fokussierung der letzten Wochen auf die Abwehr hat gewisse Effekte gehabt, wenn man bedenkt, was wir die letzten Spiele gegen Ende – in der Crunchtime – parat waren zu leisten.

Das nächste Spiel geht gegen die punktgleichen Kadetten, wo nochmals die 3:2:1 getestet wird, da diese viele sehr gut einstudierte Spielzüge mit zwei Kreisläufern als Endlösung haben. Somit bietet sich hier eine perfekte Lernsituation. Gegen Arbon wird viel rotiert und im letzten Spiel gegen Horgen/Wädenswil wird das Aufgebot wohl auch stark angepasst, da einige Stammteams hoffentlich im MU13/15 im Aufstiegsrennen ins Inter stehen und der Fokus dann beim Stammteam liegen wird. Am 02.01.2022 gibt es dann einen Aufgalopp mit einem Topturnier in Basel gegen Pratteln und Pilatus, mit dem die zehn finalen Spiele der Finalrunden eingeläutet werden.

Zwei weiter sehr motivierte Trainer

Thomas & Björn