MU13RLZ – Wunder war zu schmecken…

… der knappe Kader, die unbändige Siegeswille des Leaders aus Schaffhausen und auch Pech verhinderter dies jedoch.

Wir hatten keine Chance. Die Kadetten in voller Stärke und wir weiter gerupft. Dennoch muss bis zum Ende an das Wunder geglaubt werden. Dies taten die Jungs und zeigten, dass Wunder immer möglich sind, wenn der Wille stimmt. Dann ist man auch mit einer Niederlage im Reinen. So wird immer der Stolz überwiegen. Dies überwiegte auch bei den Jungs, trotz der bitteren Niederlage, nach der wohl besten 1. Halbzeit einer MU13 von Gossau überhaupt.

Die Kadetten starteten mit ihren Stammbesetzung. Unser junges Team hielt aber genial dagegen. Schaffhausen schien aber auch eines Sieges zu sicher. Es gestaltete sich somit ein offenes Spiel zweier unterschiedlicher Konzepte. Schaffhausen überzeugte mit dem konzeptionell orientierten Aufbau und definierten Laufwegen und Kreisanspielen. Wir wollten mit Härte dagegenhalten, fanden aber nicht den nötigen Zugriff in der Abwehr. Wir dagegen spielten völlig frei im Angriff und zeigten überragende Einzelaktionen und kreierten situativ grossartige Aktionen mit und ohne Kreis. Vor jedem Pass steht eine Entscheidung, selbst ein leeres Kreuzen kann abgebrochen werden, wenn der Gegner falsch steht – Chapeau Julian. Der Aufbau mit den noch 2010ern Julian und Laurin, sowie dem in der ersten Halbzeit überragenden Lorin spielte Schaffhausen schwindelig. Dazu setzen Mael und Dominic weitere Höhepunkte auf dem Flügel. Lukas am Kreis einfach stark mit dem Gespür für den Raum mit dem Wissen, dass er mit Nico um Rücken einen guten Backup hat. Dazu zeigte Leon eine sackstarke erste Halbzeit im Goal. Dennoch war das Spiel lange ausgeglichen. Dann wechselte Schaffhausen aber für ein paar Minuten ihre beide Stützen aus. Die dann gespielte Manndeckung konnte sie nicht lösen und wir gingen in Führung. Lorin zeigte hier, wie beweglich und ballintuitiv man auch als grossgewachsener Spieler sein kann. Leider gingen wir nur mit einem 23:20 in die Pause. Wir hätten mehr verdient resp. hätten höher führen müssen.

Die zweite Halbzeit war lange ausgeglichen, so führte Schaffhausen bis zu Minute 42 nur mit zwei Toren. Wir versäumten es leider unsere gut erspielten Chancen zu verwerten, dazu bekam Leon keine Hand mehr an den Ball. Auf der anderen Seite spielte der Goalie von Schaffhausen gross auf resp. teils schossen wir ihn auch warm. «Der Stecker war wie gezogen». Leon wirkte nicht mehr so fit und Lorin merkte man die letzten Wochen an, wo er länger krank war und nicht trainieren konnte. So ist er erst seit Montag wieder richtig im Training. Dazu ist unsere Spielweise auch sehr kräfteraubend: offensive Deckung bis Manndeckung, Gegenstoss, schnelle Mitte, das Tempo immer hochhaltend und dazu in jeder Sekunde parat für einen unterwarteten Pass sein. Schaffhausen, obwohl schon längst als Aufsteiger feststehend, zog das Spiel aber auch gnadenlos durch. Es spielte in der zweiten Halbzeit quasi nur der Stamm und der Rest ordnete sich dem mit geduldigem Sitzfleisch unter. Der finale Zwischenspurt zwischen Minute 42 und 50 sorgte final für klare Verhältnisse. Schaffhausen zog weiter voll durch und bei uns zeigte die »next generation» ihr Können gegen die Stammbesetzung von Schaffhausen. Viktor zog frech, gekonnt und trocken einen Schlenzer ins Eck und Robin am Kreis lief sich perfekt für das Anspiel von Julian frei. Alles frei, denn was trainieren wir: spielen, spielen, spielen und schauen war passiert.

Somit spielen wir nächste Jahr leider Inter, mit dem Wissen zu den besten Teams der Schweiz zu gehören, wie Schaffhausen aktuell. Würde der Intersieger gegen den Elitesieger spielen, ich würde einen Trainermonatslohn auf Schaffhausen setzen.

Besten Dank an alle: Spieler, Eltern, Supporter und Partner. Es war eine grossartige Saison ohne Happy End. Aber dieses Happy End holt dieses Team, wie die 2008er im MU15Elite nach. Denn dort mit dem Korsett im Angriff und drei Trainings für die 3:2:1 kann einiges erwartet werden. Bei der MU13RLZ wird der 2010er Jahrgang die Benchmark sein, woran sich danach alles messen wird, was sackschwer sein wird!!!!

Thomas & Björn