MU15E - Den Stress- und Charaktertest mit Bravour bestanden!

Das war ein sehr kompliziertes Spiel im fernen Crissier!

SG Vaud HB Crissier   :   TSV Fortitudo Gossau             18   :   28  (9:11) 

Um der hinteren Ranglistenhälfte nicht noch näher zu kommen, muss sich die Mannschaft der Vorgabe „3/4“ stellen! Bis zur Saisonhalbzeit stehen 3 Spiele an, aus denen 4 Punkte erzielt werden müssen.

Der erste Stresstest mit den immer etwas schwierigen Spielen in der Romandie (Anreise, Zuschauer, Schiedsrichter) haben die Forti-Jungs also mit Bravour bestanden!

Der Weg zu den ersten 2 Punkten war jedoch ein etwas gar komplizierter! Am Spieltagmorgen kam zu den Abwesenden auch die Krankmeldung von Goali Noah Küffer und Joel Locher hinzu! Also hatten die 10 Jungs für die etwas mehr als 3 Stunden dauernde Fahrt genug Platz im Kobler Bus…

Es brauchte dann schon die Einflussnahme der Trainer, um den Forti-Karren auf Betriebstemperatur zu bringen. Das schien sich auszuzahlen, denn Manuel Rajkovic legte mit 2 Toren zum 1:3 vor. Dieser Abstand blieb bis zur Pause auch bestehen.

Prunkstück der 3:2:1-Deckung waren dieses Mal die „Halben“ Jerome Rutz und Silvan Rügge, die die grossen und agilen Gegenspieler mit Unterstützung des „Hinten Mitte“ Jan Brülisauer sehr gut im Griff hatten und die Verteidigung dadurch in den ersten 30 Minuten nur 9 Tore der Romands zuliess.

Etwas sehr kompliziert wurde es, weil im Angriff nebst 2 Siebenmetern auch der Torwart so richtig eingeschossen wurde und die Gossauer ihn einfach zu wenig gut „gelesen“ haben. Ab etwa Mitte der 1.Halbzeit kamen dann die „Bobos“! Jan Brülisauer konnte seinen rechten Arm nicht mehr richtig bewegen, Manuel Rajkovic hatte ein schmerzendes Knie und Marco Streule machte einen Misstritt. Glücklicherweise konnte er nach einer Pause wieder mittun. Das Coaching wurde zusehends auch komplizierter…

Fabrizio Holenstein, als „Back Up“ machte dann für das Schwingfest auf der Schwägalp Werbung, wie auch Gianin Santeler, die sich gleich mehrfach während 2 Minuten „erholen“ durften. Ergo nochmals eine Steigerung der Komplexität!

Zum Glück war da noch Jerome Rutz, der den „Winkelried“ mimte. Er skorte und holte auf der Lausanner Seite die Spieler vom Feld... Leo Baumgartner und vor allem Etienne Kobler waren dann die „Lückenbüsser“. Diese Rolle wurde dann vor allem von Etienne sehr gut ausgefüllt, wodurch die Gossauer doch noch mit 2 Toren Vorsprung in die Garderobe gehen konnten.

Die Devise beim Torwart weit hoch von aussen zu werfen und von vorne etwas zu warten fruchtete, nebst der Aufforderung mehr Auslösungen mit Kreuzen zu spielen!

Innerhalb 15 Minuten setzten sich die Fürstenländer dank diesen Auslösehandlungen und viel effizienterer Chancenauswertung bis auf 13:20 ab!

Die „Aufregerquote“ blieb indessen auch hoch! Manuel Rajkovic musste gleich nach der Pause definitiv passen, die Strafen wurden auch nicht weniger und als sich Jerome Rutz mit einem Aufschrei am Boden wälzte und sich das Knie hielt, war das „Peak der Kompliziertheit“ erreicht!

Der Trainerassistent zeigte „Mirakulix-Qualitäten“, denn Jerome kam nach ein paar (langen) Minuten einbandagiert wieder zurück auf die Platte und setzte seine „Scorer-Reise“ fort. Ebenfalls mit einbandagiertem rechten Arm musste Jan Brülisauer einarmig (…) als „Hinten Mitte“ aushelfen.. Zum Glück setzte der Crissier-Coach einen kleinen Kreisläufer ein…Welch ein Bild für die Handballbücher!

Langsam drohte dem Forti-Karren nicht nur das Benzin auszugehen. Der Eisspray, ein Eisbeutel und 2 Kühlbinden waren definitiv ausgegangen…

Dass angeschlagene Tiere gefährlich sein können, bewiesen die Forti-Jungs bis zum Schluss des 4- Punktespiels. Mit berechtigtem Stolz fuhren diese mit dem ersten der 2 geplanten Siege relativ unkompliziert, mit einem „Mäc“-Besuch in Kölliken, zurück in die Ostschweiz. und damit auch wieder etwas weiter weg vom Ende der Tabelle

Am kommenden Samstag, 08.12.18, wartet mit der HSG Aargau Ost (15.45 Uhr,GoEasy-Arena, Siggenthal) ein höchst schwieriger Brocken, der seit den Vorbereitungsturnieren und dem Saisonbeginn zu überzeugen wusste. Eigentlich waren die Endinger im Sommer immer in Reichweite. Dies allerdings mit dem kompletten Fortitudo-Kader. Doch nun ist ja wieder die Zeit, wo Verletzungen und Grippe die Aufstellung beeinflussen…

HOPP FORTI!!!

Ein kompliziertes Spiel erfolgreich beendet haben:

Besmir Avdili; Leo Baumgartner, Jan Brülisauer, Fabrizio Holenstein, Etienne Kobler, Manuel Rajkovic, Silvan Rügge, Jerome Rutz, Gianin Santeler und Marco Streule

Abwesend: Matteo Etter, Noah Küffer und Joel Locher (alle krank), Damian Bruggmann und Janis Pfister (beide verletzt)

Gianni Keller und Daniel Rutz