MU15E - Eine weitere unnötige Niederlage!

Trotz gewichtiger Absenzen wäre mehr möglich gewesen!

BSV Future Bern : TSV Fortitudo Gossau 22 : 21 (12:9)

Die neue „Mobiliar Arena“ in Gümligen war Gastgeber für das Meisterschaftsspiel gegen die Berner des BSV. In der Vorfeldbetrachtung sollte diese Hürde eigentlich genommen werden können, wenn die Forti-Jungs in Bestbesetzung antreten können. Doch dies war leider nicht der Fall…

Wegen einer Undiszipliniertheit nahm sich der Schlüsselspieler in der Deckung, Jan Brülisauer, gleich selber mit einer Steissbeinprellung aus dem Spiel. Und am Sonntag bei der Abfahrt musste ein weiterer RAM-Spieler, Marco Streule, wegen Kniebeschwerden Forfait geben.

Somit wurde die Aufstellung zu einem Flickwerk. Joel Locher musste decken, während Fabrizio Holenstein den Part des Kreisläufers übernahm. Wenn jeder in diesem dezimierten Kader 10% zulegt, können die Forti-Jungs auch so etwas „reissen“ in der schönen Handballhalle!

Nach 2 Fehlpässen und 2 halbherzigen Abschlüssen hiess es bereits nach nicht einmal 4 Minuten 3:0 für die Einheimischen! Ergo musste bereits ein Timeout „verbraten“ werden, um die Jungs an ihr Comitement aus der Garderobe lautstark zu erinnern.

Nach dem 7:2 nach etwa 12 Minuten mussten die Trainer einsehen, dass die Wirkung eine andere war…

„Augen zu und durch oder drüber“! Etwa in der Art verlief das unsägliche Getue, wobei Goalie Besmir Avdili noch der Beste war. Selbst Jerome Rutz liess sich zu unerklärlichen Wurfentscheiden hinreissen, so dass das Aufholen vor allem durch die eigenen Ungenügsamkeit verhindert wurde.

Ein Aufflackern der Normalform von Jerome und Manuel Rajkovic liessen beim 8:7 Hoffnung aufkeimen, weil die Berner nun auch auf die beiden „Grossen“ verzichteten und die Deckung nun etwas dichter agieren konnte. Joel Locher machte dies als Brülisauer-Ersatz sehr gut, denn die 12 Gegentore zur Halbzeit waren durchaus ok.

Eine weitere Fehlerorgie, in der vor allem Gianin Santeler sehr unglücklich agierte, liess den Bär wieder etwas aus den Augen verlieren (12:8). 1 Sekunde vor Halbzeit realisierte Jerome Rutz die Tordifferenz, die exakt nach 4 Minuten schon Bestand hatte…

Das Problem lag, leider schon wieder, im Angriffsverhalten, welches darin gipfelte, dass Joel Loch am Kreis von einem eigenen Mitspieler abgeschossen wurde und für die restlichen 20 Minuten nicht mehr eingesetzt werden konnte…

Und dennoch nach dem 15:10 liessen die „Weiss-Schwarzen“ nicht locker und robbten sich wieder an die „Berner Giele“ heran, auch wenn die eigene Torwartleistung nicht mehr so effizient war. Mehrfach wurde der Anschlusstreffer verpasst!

Praktisch im Alleingang betrieb Jerome Rutz noch etwas Resultatkosmetik bis zum „ansehnlichen“ 23:22-Endergebnis und konnte seine schlechte Quote aus der 1.Halbzeit noch einigermassen korrigieren.

Die Deckungsleistung war mehr als ordentlich, doch das dynamische Anlaufen der „Halben“ war eher bei -10% als +10% die jeder Forti-Spieler geben wollte, um mit einem Sieg aus der Höhle der Bären nach Hause zu gehen.

Das kommende spielfreie Wochenende kann zu einem genutzt werden, die Verletzungen auszukurieren, weiter am Angriffsverhalten zu arbeiten und eine Korrektur der Tabelle zu realisieren. Denn diese wird aufzeigen, dass sich die RLZ-Jungs langsam gegen hinten orientieren müssen.

Am 1.Dezember gilt es ins ferne Crissier zu reisen, die eigentlich als klarer Abstiegskandidat gelten, doch haben diese immerhin zu Hause den BSV Bern vor kurzem besiegen können…

HOPP FORTI!!!

Eine insgesamt enttäuschende Leistung gezeigt haben:

Besmir Avdili, Noah Küffer; Leo Baumgartner, Fabrizio Holenstein, Etienne Kobler, Joel Locher, Janis Pfister, Manuel Rajkovic, Silvan Rügge, Jerome Rutz und Gianin Santeler

abwesend: Jan Brülisauer, Matteo Etter und Marco Streule (alle verletzt)

Gianni Keller und Daniel Rutz