MU17 Elite - Spitzenspiel mangels Effizienz deutlich verloren

Fortitudo Gossau - HSC Suhr Aarau 22:27 (8:12)

Die MU17-Jungs sind mit dem klaren Ziel, sich für das Play Off Finale um den Schweizer Meistertitel zu qualifizieren, in die Saison gestartet. Dementsprechend wurde ein Aufwand betrieben. Die Hinrunde verlief soweit nach Plan. Die Forti-Truppe gewann bis auf zwei Spitzenspiele sämtliche Duelle. Vor allem anfangs Saison zeigten sich die Gossauer äusserst dominant. Mit den Niederlagen gegen die anderen Favoriten Pfadi Winterthur und HSG Nordwest konnte man soweit leben. Das Ziel war dadurch nicht gefährdet. So erarbeitete sich die Kramer/Osterwalder-Equipe für das letzte Spiel gegen den vierten Anspruchnehmer um die zwei grünen Plätze aus Aarau ein Spitzenspiel zum Hinrundenende. Die Ausgangslage sollte den Spielern leuchtende Augen machen. Mit einem Heimsieg könnte man auf einem grünen Platz überwintern und weiterhin vom Play Off Finale träumen. Dem Schreibenden ist nicht bekannt, dass ein Team aus Gossau im Winter schon jemals so weit vorne in der Tabelle anzutreffen war. Die Jungs hatten also die Möglichkeit Historisches zu erreichen und wer weiss, den Satz "Glaubet nöd a Geister, Forti wird no Meister" tatsächlich nicht nur von Träumern zu hören.

Doch der Titel dieses Berichtes nimmt vorweg, dass das Vorhaben leider deutlich misslang. Die Gäste schienen von Beginn weg williger, kämpferischer und vor allem effizienter. Die 3:2:1-Deckung führte die Zweikämpfe weit weg vom Level, welches Anfangs Saison an den Tag gelegt wurde. Im Angriff war das unter der Woche mehrmals geübte Konzept gegen die 5:1-Abwehr kaum ersichtlich. Jeder suchte seinen egoistischen Weg auf das Tor. Da war es kein Wunder, dass Fehler im Spielaufbau entstanden. Angriffschef und Gehirn der Mannschaft Inauen fehlte aufgrund einer Blinddarmentzündung. Seine feine Klinge und Führung der Nebenleute fehlte an allen Ecken und Enden. Der junge Conscience hätte das Rüstzeug ihn zu ersetzen, doch schien er mit der Herausforderung in seinem jungen Alter noch überfordert. Topscorer Zeller und Schneider versuchten es mit bestem Wissen und Gewissen, waren mit der Brechstange aber wenig glücklich unterwegs. Zu guter Letzt mangelte es dann auch noch deutlich an der Wurfeffizenz. Bis zur Pause brachten die Forti-Jungs nur acht Bälle ins gegnerische Netz.

Die zweite Halbzeit sollte es richten. Der Plan mit einer sehr deffensiven 6:0-Deckung und dem 7. Feldspieler im Angriff sollte die Wende herbei bringen. Siehe da, die Aargauer hatten sichtlich Mühe mit der deffensiven Deckung. Die Distanzwürfe fanden kaum den Weg ins Tor. Fast zehn Minuten wurde die Weste rein gehalten. Es war alles angerichtet, um das Spiel zugunsten der Schwar-Weissen zu drehen. Doch die vom Trainer verlangte Geduld im Angriff schien die Spieler wenig zu interessieren. Immer wieder suchte man nach wenigen Pässen eine Halbchance, die dann leider zu selten erfolgreich war. Die Aarauer ihrerseits spielten eine enorm ruhige Kugel im Angriff und warteten bis sich ein Ostschweizer aus der Deckung herauslocken liess und suchten dann meist mit Erfolg die Chance. So entstand leider wieder die alte Differenz, welche bis zum Schluss nicht mehr verändert wurde.

Die Statistik mit einer Wurfquote von 47% und einer Fangquote von 18% spricht Bände - Es war ein Tag zum Vergessen für die Ostschweizer! Folgerichtig waren die Akteure natürlich sehr enttäuscht. Die Niederlage ist ein herber Dämpfer für die Zielsetzung. Doch Nichtsdestotroz überwintert man auf dem guten dritten resp. verlustpunktmässig auf dem vierten Tabellenplatz. Die Winterpause kommt wohl nicht so ungelegen, denn seit einigen Wochen zeigt sich das zweifelsohne talentierte Ostschweizer Team nicht mehr wirklich souverän. Im Januartrainingslager und am Züri-Cup muss die Form des Saisonbeginns wieder gefunden und der Teamgeist wieder gestätkrt werden, um eine sackstarke Rückrunde zu spielen, in der man auch die Spitzenspiele für sich entscheiden sollte. Die Forti-Jungs werden mehr Heimspiele und die weniger mühsamen Auswärtsspiele im Plan haben. Es ist also alles noch im Bereich des Möglichen. Doch dafür braucht es nun den unbedingten Willen von jedem an sich selbst zu arbeiten und das Beste für das Team zu geben.

Das Spitzenspiel verloren haben: Zeller (3), Osterwalder (2/1), Mattioli (1), Sostizzo (1), Peyer (1), Mitrovic (1), Conscience, Koller (2), Rügge (3), Schneider (4), Kuhn (2), Mosimann (1), Mannhart und Niedermann (6 Paraden) gecoacht von Kramer, Osterwalder und Le Peillet