MU19 Elite - Erster Formtest an der Lakeside Challenge

Top und Flop am Elitevorbereitungsturnier

Traditionsgemäss testen die Forti-Teams vor den Sommerferien an der stets top besetzten Lakeside Challenge in Thun zum ersten mal ihre Form. In den ersten Wochen wurde in der U19 intensiv an der Athletik und an der neuen 6:0-Abwehr gearbeitet. In diesem Bereich forderte die Trainercrew logischerweise dann auch den Fokus und ein sichtbares Ergebnis. Im Auftaktspiel gegen den Gastgeber gelang dieses Vorhaben von Beginn weg sehr gut. Nach acht Minuten stand es 5:1 für die Ostschweizer, welche sämtliche Tore dank der guten Deckung über Gegenstösse erzielen konnte. Doch dann geriet der Forti-Motor aufgrund vieler Zeitstrafen extrem ins Stocken. Bis zum Spielschluss nach 25 Minuten konnten sie kaum mehr mit sechs Feldspielern spielen und mussten sich geschlagen geben.

Im zweiten Spiel hielt die gute Deckungsarbeit dann über die vollen 25 Minuten hin. Es wurde ausserordentlich gut gearbeitet. Wenn noch die 100%igen Chancen nicht so fahrlässig vergeben worden wären, wäre ein Kantersieg gegen GC Amicitia möglich gewesen. So blieb es dann aber bei einem eher bescheidenen Sieg, bei dem man die Trainingsfortschritte deutlich sehen konnte.

Im dritten Spiel waren die Fortianer weit weg von ihrem Niveau und haben gegen das vermeintlich schwächste Team aus Luzern verdient verloren. Mit 20 Gegentoren in 25 Minuten kann man nicht zufrieden sein. Viel zu deffensiv und zu wenig beweglich zeigte sich vor allem der Innenblock und die Torhüter. So kann man auch mit einer guten Angriffsleistung von 18 Toren kein Spiel gewinnen.

Im letzten Spiel standen die ungeschlagenen und späteren Turniersieger aus der Bundeshauptstadt gegenüber. Mit einer Kampfleistung konnten die körperlich überlegenen Berner knapp geschlagen werden. An diesem Sieg haben alle 16 Spieler ihren Anteil geleistet.

Über alles gesehen fällt das Fazit kurz und deutlich aus: Spielen die Gossauer auf ihrem Niveau können sie dieses Saison wohl jeden schlagen. Schaffen sie das aus irgendwelchen Gründen nicht, kann sie aber auch jeder schlagen. Speziell erfreulich ist, dass es gefühlt keine Tore über die Aussen oder den Kreis gegen die Gossauer gab. Nun gilt es noch das Zentrum zu verdichten und das Zusammenspiel bei Distanzwürfen zu verbessern.

Die Mannschaft wird die verbleibenden drei Wochen der Vorbereitungsphase 1 noch nutzen, um weiter an der Athletik und den gemachten Erkenntnissen in der Deckung zu arbeiten. In der zweiten Phase im August soll dann das Puzzle mit dem Angriffskonzept im Trainingslager in Freudenstadt vollendet werden.